SAUFEN
TANZ DER VIREN
3.Juli
Willi Michl, Münchner Blues-„Legende“, nicht mehr sehr gefragt:
„Als das Corona in Starnberg war, beschloss ich, mich hier einzuigeln im Isar-Indianer-Wigwam mit meiner Frau Cora. Ich träumte von der Isar am Oberlauf… Cora und ich haben eine wahrhaft große Liebe, und so erlebten wir viele schöne Tage und Nächte; ich hatte mein Bier, ich schrieb sehr viel, hatte Kontakt über soziale Netzwerke und Telefonate. Wir verfolgten die Politik. Ich muss sagen: Corona ist das Schlimmste, was ich erlebt habe. Ein unsichtbares Grauen, ein Damoklesschwert, das auch die Seele krank macht. Es ist sehr, sehr schwer, man vermisst die Menschen, ist so isoliert, fürchtet, das geht nie zu Ende, dass es keine Freude mehr geben wird.“
