WARTEN
TANZ DER VIREN, FCB8
22. August
Das „Cascade“ an der Algarve: ein wunderbarer Flecken Erde.
Ein geschwungener, mit Palmen gesäumter Pool. Ein Ausblick über die Steilküste hinweg über den Atlantik. Driving-Range direkt auf der Anlage. Beste Laune im Haus, weil die Herren Fußballer Sieger unter südlicher Sonne sind. Morgen ist Finale in der Champions League – und den Profis des FC Bayern geht es blendend.
Sportvorstand Hasan Salihamidcizc kennt sich aus mit den Tagen vor den Endspielen. Wenn er den jungen Männern zusieht, wie sie sich aufs Finale fokussieren, wird ihm ganz fröhlich.
„Sie sind selbstbewusst, konzentriert, vor allem als Einheit. Hans Flick, unser Trainer, hat eine Kultur des Zusammenhalts geschaffen. Jeder ist einbezogen, auch wenn nicht alle immer zufrieden sind, weil der Trainer nur elf Spieler aufstellen kann. Doch das Team nimmt jeden mit, die Gruppe kümmert sich. Die Spieler bringen eine Bereitschaft und Qualität ins Training ein, die man braucht, wenn man um Titel spielen will und die das Trainerteam täglich erwarten und auch einfordern. Wie oft, wenn ich zuschaue beim Training, denke ich: Was sind das für unglaublich gute Fußballer. Verrückt.“
Salihamidcizc ist ein kämpfender Optimist. Er erlebt gerade seine beste Zeit als Funktionär eines der besten Fußballvereine der Welt. Wie narrisch freut er sich aufs Endspiel.
Doch dann hält er inne und sagt. „Es könnte so schön sein.“
Aber selbst für einen wie ihn ist es halt dann doch so wunderbar nicht.
„Corona hat uns von denen getrennt, für die wir spielen: unsere Fans. Corona hat allen, die Fußball lieben, viel genommen. So schnell kriegen wir das nicht repariert.“
