SCHWÄCHELN I
TANZ DER VIREN
15. Juni
Boris Johnson, der britische Premier, wäre fast an Corona gestorben. Nun treibt er viel Sport und hält Diät, weil er glaubt, er habe sich wegen seines Übergewichts angesteckt.
Doch nach dem Zwischenstopp auf der Intensivstation ist der ehmals unkaputtbar scheinende Politiker angeknockt. Sein Kontrahent der Labour-Chef Keir Starmer, nimmt ihn hart ran.
Als der „Daily Telegraph“ vermeldete, Boris Johnson werde ab sofort die „direkte Kontrolle“ übers Covida-Management übernehmen, hat Starmer süffisant eingworfen: „Wer hatte denn bislang die Kontrolle?“
Nun legt er nach. Er fragte den Premier: Sie haben doch versprochen, am 1. Juni werde das weltbeste Track- und Trace-Management der Welt einsatzbereit sein. Das ist aber nicht der Fall. Warum, bittesehr?“ Johnson fiel nichts ein. Außer: „Ich verstehe die ganzen Attacken nicht.“ Karmer, britisch-freundlich: „Sie verwechseln Nachfragen mit Attacken.“
Daraufhin verstummte Boris Johnson völlig. Er ist nicht mehr der Alte. Nichts ist für ihn wie vor Corona.
