AUFATMEN?
TANZ DER VIREN
22. Juni
Karl Emmerling, Geschäftsführer von „Hopfengarten Bamberg“: “Wir sind mit fünf Festangestellten die kleinste Brauerei in der Stadt. Mit dem Brauen haben wir vor gut sechs Jahren angefangen, entstanden ist das als Hobby.
Durch Corona fiel unser Geschäft zur Gänze aus. Wir haben in einem Crowdfunding dazu aufgerufen, unsere Brauerei zu retten, und in einer Woche tatsächlich 10000 Euro eingesammelt.
Wegen des Frühlingsbierfestes, das Ende März hätte stattfinden sollen, hatten wir unheimlich viele Fässer hier stehen. 1000 Liter Fassbier haben wir dann auf Flaschen gezogen – in Handarbeit. Jedes Etikett klebten wir einzeln auf. Wer in der Nähe wohnt, den haben wir mit dem Lastenrad frei Haus beliefert.
Im März, April und Mai haben wir über 2000 Flaschen verkauft. Dadurch musste nur einer unserer fest angestellten Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen, und wir konnten unsere Kosten decken. Ich glaube, wir haben diese Krise überwunden – solange nicht sofort eine zweite Welle kommt.“
