{"id":3524,"date":"2018-02-25T17:36:18","date_gmt":"2018-02-25T17:36:18","guid":{"rendered":"http:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/?p=3524"},"modified":"2018-02-25T17:38:52","modified_gmt":"2018-02-25T17:38:52","slug":"3524-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/3524-2\/","title":{"rendered":"HELDEN"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>SPREEMANNS<\/em><\/strong><strong><em>GARN 4<\/em><\/strong> \u00a0 \u00a0 &#8212;&#8211; \u00a0 \u00a0\u00a0 Hans Krohn hat viel getr\u00e4umt in diesen Tagen. M\u00e4nnertr\u00e4ume. Vor dem Fernsehapparat hat er gesessen und die Welt verm\u00f6belt. So wie damals in Mittenwald, als er sogar mal den Reindl von Riessersee aus den Schuhen gehauen hat. Der Reindl ist jetzt in Korea und Pr\u00e4sident der Eishockeyspieler. Und die Jungs hauen nicht mehr zu. Sie gewinnen die Schlachten auf ihre Weise.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>HELDEN I<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Duden erkl\u00e4rt den Begriff so: \u201eJemand, der sich mit Unerschrockenheit und Mut einer schweren Aufgabe stellt, eine ungew\u00f6hnliche Tat vollbringt, die ihm Bewunderung einbringt.\u201c <\/strong><strong>Demnach sind die deutschen Eishockeyspieler bei Olympia \u201eHelden\u201c. Zumindest f\u00fcr eine Nacht<\/strong><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Sie: \u201eWarum?\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Er: \u201eWeil ich ein K\u00e4mpfer bin.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Sie: \u201eDu kannst nicht gewinnen.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Er: \u201eEs ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einer halben Stunde ist Mitternacht. Geisterstunde f\u00fcr die besten Eishockeyspieler der Welt. Die Schweden &#8211; Sieg-Kolosse, in der Mehrzahl b\u00e4rtige Monster-Wikinger \u2013 verlassen geschlagen die Arena. Ihr Torw\u00e4chter zertr\u00fcmmert seinen Schl\u00e4ger. Er drischt damit auf ein Absperr-Gitter ein, dann nimmt er sich eine Aluminiumkiste vor. Der Schl\u00e4ger bricht zuerst an der Kelle, sp\u00e4ter mehrfach am Schaft. Der Wikinger l\u00e4sst erst von seinem Tun ab, als er nur noch ein St\u00fcck Kurz-Holz in der Faust h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Die Widersacher der gelben Gladiatoren sind noch in der Arena. Ein hin und her wogendes Kn\u00e4uel von verschwitzten Mannsbildern. Ein br\u00fcllender, jaulender, jubelnder Schwarm. Mittendrin der deutsche Torw\u00e4chter. Verschwitzt. Taumelnd. Gehalten von den Triumph-torkelnden Helden-Freunden.<\/p>\n<p>Das sind also die M\u00e4nner, die die Sensation geschafft haben.<\/p>\n<p>Deutschland, der \u201eZwerg\u201c, schl\u00e4gt Schweden, den Weltmeister-Giganten, mit 4:3 Toren und ist nun im Halbfinale des Turniers.<\/p>\n<p>Daran h\u00e4tte vor dem Spiel keiner geglaubt.<\/p>\n<p>\u201eWir schon\u201c, sagt der Torw\u00e4chter der Deutschen sp\u00e4ter. \u201eWir schon.\u201c Und der Kapit\u00e4n Goc erg\u00e4nzt: \u201eDas war unser Motto vor dem Turnier. Egal, was die Anderen sagen \u2013 wir glauben an uns.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201eWenn Du nicht anf\u00e4ngst, an dich zu glauben, hast Du schon verloren.\u201c (Das sagt \u201eRocky\u201c. Der ist ein Boxer im Film \u2013 und f\u00fcr ganz viele Athleten in der Wirklichkeit ein Vorbild. Weil bei ihm die Wahrheiten des Sports ausgesprochen werden.)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Rand der wilden Feier nach dem wundervollen Sieg st\u00fctzt sich Marco Sturm auf die Bande. Er hat den dunklen Schlips noch nicht gel\u00f6st und das Gesicht noch nicht abgelegt, mit dem er sich in den vergangenen zwei Stunden gesch\u00fctzt hat. Da stand der Trainer der deutschen Mannschaft hinter seinen dampfenden Spielern, hatte einen kleinen Block in der Hand, auf den er kaum etwas notierte. Sturm l\u00e4chelte nicht, er erregte sich nicht, kein Zorn und keine Freude waren in seinem Gesicht. Sturm stand da und lie\u00df seine Spieler sp\u00fcren:<\/p>\n<p>Alles gut. Alles im Griff.<\/p>\n<p>Dabei war auf dem Eis die H\u00f6lle los. In den ersten zehn Minuten fielen die Schweden wie eine w\u00fcte tollw\u00fctiger Raubtiere \u00fcber die Deutschen her. Es war eine Frage der Zeit, wann die Katastrophe ihren Beginn nehmen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Deutschen hielten es aus. Sie befreiten sich ein wenig. Ein Schwede handelte sich zweimal in Folge Strafzeiten ein. Eine f\u00fchrte zum 1:0 der Deutschen. Und weil sie gerade mal dabei waren, setzten sie 29 Sekunden noch eins drauf und stocherten den Schweden den Puck zum 2:0 ins Tor.<\/p>\n<p>Das zweite Drittel rannten die Schweden gegen das deutsche Tor an. Getroffen haben sie nicht.<\/p>\n<p>So brauchten sie die letzten 20 Minuten, um die Dinge zurecht zu biegen. Sie schossen den Anschlusstreffer. Und als jeder glaubte, nun werde die deutsche Mannschaft zusammen brechen, befreiten sich die \u2013 Dominik querte von rechts nach links, spielte einen Gelben aus, blickte hoch, zielte, schlenzte flach und glashart. 3:1.<\/p>\n<p>Abermals tollw\u00fctig die Schweden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Der Sohn: \u201eUnd? Macht Dich der Kampf nerv\u00f6s?\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Rocky: \u201eIch hab\u2018 eine Todesangst.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Der Sohn: \u201eEs zwingt Dich niemand dazu.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Rocky: \u201eNaja, ich will es einfach.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nein, das w\u00fcrden die Schweden nicht zulassen. In Wellen rollten die Angriffe.\u00a0 Die Deutschen konnten nicht mehr.<\/p>\n<p>Zweimal hintereinander verlor der K\u00f6lner Ehrhoff den Schl\u00e4ger. Die Finger hielten das Ding einfach nicht mehr. Ehrhoff kurvte mit leeren H\u00e4nden durchs Drittel seiner Mannschaft, an ein Aufgabeln des Schl\u00e4gers war in dem Trubel nicht zu denken. Der Spieler stellte sich bewaffneten Schweden in den Weg, er sprintete auf einen Gegner zu, der zum Schlagschuss ausholte. Der Schwede zog ab, der Puck flog mit 120 Sachen aufs deutsche Tor zu.<\/p>\n<p>Ehrhoff warf sich in den Schuss. Der Puck raste in die R\u00fcstung des K\u00f6lners.<\/p>\n<p>Gefahr gebannt.<\/p>\n<p>Trotzdem: Die Schweden schossen noch zwei Tore. Das war\u2019s dann wohl. Noch f\u00fcnf Minuten hielten sich die Deutschen, stehend ausgeknockt, im Spiel.<\/p>\n<p>Verl\u00e4ngerung.<\/p>\n<p>Wer das erste Tor machen w\u00fcrde, w\u00e4re im Halbfinale.<\/p>\n<p>Naja, war ja klar, wer das sein w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Schade.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201eDer Punkt ist: Wieviel kannst Du einstecken und trotzdem weiter machen?\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie waren mit den Kr\u00e4ften am Ende.<\/p>\n<p>Sie waren angez\u00e4hlt, weil der Vorsprung nicht gereicht hatte.<\/p>\n<p>Sie hatten schon viele Z\u00e4hne in diesem Turnier verloren.<\/p>\n<p>Marco Sturm, ihr Trainer, hat gesagt: \u201eWir haben ein Problem. Sind immer wieder bis in ein Viertelfinale gekommen. Dann haben wir nicht an uns geglaubt. Und am n\u00e4chsten Morgen waren wir raus und wussten, dass das nicht n\u00f6tig gewesen war.\u201c<\/p>\n<p>Sie mussten in die Verl\u00e4ngerung. Pro Mannschaft ein Spieler weniger auf dem Eis. Viel Platz.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich war das Match ausgeglichen. Chancen hier, Chancen da.<\/p>\n<p>Eine Minute lang. Eine Minute 20 Sekunden.<\/p>\n<p>Nach 90 Sekunden kullert der Puck vor dem schwedischen Torw\u00e4chter \u00fcbers Eis. Patrick Reimer stochert, stochert, stochert. Der Puck rutscht ins Tor.<\/p>\n<p>Videobeweis. Der Referee sagt: \u201eGood goal. Good goal for Germany!\u201c<\/p>\n<p>Ein deutscher Radioreporter auf der Trib\u00fcne br\u00fcllt ins Mikro: \u201eIch halte das nicht aus. Das ist noch nie da gewesen. Ich bin am Boden, ich habe Tr\u00e4nen in den Augen.\u201c<\/p>\n<p>Aus.<\/p>\n<p>Oder korrekter ausgedr\u00fcckt:<\/p>\n<p>Aus f\u00fcr Schweden. Deutschland macht weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>\u201eDu musst nicht mit dem Finger auf Andere zeigen und schreien, die sind schuld, dass Du nicht da bist, wo Du hin wolltest. Du musst nicht auf die Anderen zeigen. Schw\u00e4chlinge tun das. Du bist kein Schw\u00e4chling, Du bist der Beste.\u201c<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>HELDEN II<\/strong><\/p>\n<p><strong>Halbfinale des Eishockey-Turniers. Kanada \u2013 Deutschland. David \u2013 Goliath. <\/strong><strong>1:0 Brooks Macek (15. Minute). 2:0 Matthias Plachta (24.). 3:0 Frank Mauer (27.). 3:1 Gilbert Brule (29.). 4:1 Matthias Plachta (33.). 4:2 Nathan Robinson (43.). 4:3 Olivier Roy (50.). Deutschland im Finale. Wahnsinn! Schuld ist: Marco Sturm<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eKanada ist besser best\u00fcckt als wir, aber wir haben das gr\u00f6\u00dfere Herz. Ich bin schon jetzt stolz auf meine Jungs\u201c, sagt Marco Sturm am Tag vor dem Match. \u201eWir m\u00fcssen eine Mannschaft sein. Es muss jeder f\u00fcr den anderen da sein, f\u00fcr den anderen fighten. Wir haben keine Superstars in der Mannschaft, es gibt keinen, der ein Spiel alleine entscheiden kann. Deswegen geht es nur \u00fcber Teamwork.\u201c<\/p>\n<p>Sturm ist wie immer picobello gekleidet \u2013 dunkler Blazer, Hose mit B\u00fcgelfalten, wei\u00dfes Hemd, blauer Schlips. Der Bart ist modisch dreit\u00e4gig, der Haarschnitt frisch und flott. Sturm sieht f\u00fcr seine 39 jung aus. Ernst ist er, er muss sich konzentrieren, f\u00fcrs L\u00e4cheln hat er kaum Zeit.<\/p>\n<p>Es ist viel zu tun vor dem Halbfinale. Die Vorbereitung hat gleich nach dem Spiel gegen Schweden in der Kabine begonnen, da sind die Video-Experten zusammengesessen, w\u00e4hrend die Spieler noch gejubelt haben.<\/p>\n<p>So etwas pr\u00e4gt sich den Athleten ein: Unsere Vordenker schlagen sich die Nacht um die Ohren, um uns mit den Infos zu f\u00fcttern. Denen schulden wir was<\/p>\n<p>Im Quartier geht\u2019s weiter mit den Videostudien. Analysiert werden die Kanadier. Kleine Filmchen entstehen, die am n\u00e4chsten Tag den Spielern vorgelegt werden. Die auf f\u00fcnf Minuten komprimierten Szenen werden dann mit dem Bundestrainer besprochen. Wie spielen die Kanadier \u00dcberzahl? Wie in Unterzahl? Wie reagiert der Torwart?<\/p>\n<p>Der Coach l\u00e4sst seine \u201eJungs\u201c nicht aus den Klauen. Er ist hei\u00df, sie sind hei\u00df. Sie sp\u00fcren keine Schw\u00e4che, sie haben keine Beschwerden, sie sind K\u00e4mpfer, sie wollen, dass es los geht.<\/p>\n<p>Am Spieltag stehen die \u201eJungs\u201c fr\u00fch auf \u2013es ist noch nicht Mittag. Sie joggen ein paar Minuten, um \u201eanzuschwitzen\u201c. Mittags treffen sie sich zum Brunch. Jeder nach seiner Fasson. Es soll gar welche geben, die aufs Vegetarische stehen. M\u00f6gen sie ruhig \u2013 Hauptsache, auf dem Eis lassen sie das Raubtier raus.<\/p>\n<p>Marco Sturm ist in der Kabine ruhig. Alles sei gesagt, meint er. Die \u201eJungs\u201c nicken. Sie m\u00fcssen jetzt da hinaus.<\/p>\n<p>Volle Halle. Die Kanadier ganz in Rot. Eine wilde Rotte. Einer hat ein Veilchen, rasiert haben sich die Kerle seit Tagen nicht, manche sehen aus wie Holzf\u00e4ller auf dem Kriegspfad.<\/p>\n<p>Danny aus den Birken richtet es sich in seinem Tor ein. Er wird wohl gut besch\u00e4ftigt sein. Schlie\u00dflich ist Kanada besser best\u00fcckt. Zweimal Olympiasieger in Folge sind die Gegner gewesen.<\/p>\n<p>Der \u201eKampf\u201c nimmt seinen Lauf.<\/p>\n<p>1:0 Brooks Macek (15. Minute)<\/p>\n<p>2:0 Matthias Plachta (24. Minute)<\/p>\n<p>3:0 Frank Mauer (27. Minute)<\/p>\n<p>3:1 Gilbert Brule (29. Minute)<\/p>\n<p>4:1 Matthias Plachta (33. Minute)<\/p>\n<p>4:2 Nathan Robinson (43. Minute)<\/p>\n<p>4:3 Olivier Roy (50. Minute)<\/p>\n<p><em>\u201eUnd David tat seine Hand in die Tasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte und traf den Philister an seine Stirn, dass der Stein in seine Stirn fuhr und er zur Erde fiel auf sein Angesicht.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Das klingt zwar sehr martialisch, aber irgendwie schildert es den Freitagabend in der Eishalle von Pyeongchang recht treffend.<\/p>\n<p>Gegeben wird der Kampf von David gegen Goliath.<\/p>\n<p>David bleibt auf den Beinen, der Gigant ist am Boden. Die deutschen Spieler pfeffern nach dem Schlusspfiff Helme und Handschuhe \u00fcbers Eis und feiern, wie es nur die rauesten Rocker des Globus k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Typ mit dem Veilchen heult.<\/p>\n<p>Marco Sturm, Ober-Boss der Deutschen, gratuliert ernst dem gegnerischen Coach, dann verdr\u00fcckt er sich in einen stillen Winkel. Er braucht erstmal ein paar Momente f\u00fcr sich.<\/p>\n<p>Eine Viertelstunde sp\u00e4ter tritt er zum Interview an. Marco Sturm hat rote Augen und leistet sich viele kleine L\u00e4cheln.<\/p>\n<p>\u201eEs war einfach \u00fcberragend. Ich habe nicht gewusst, wie die Jungs mit der Anspannung klar kommen w\u00fcrden. Sie waren noch nie in so einer Situation. Aber sie haben gemacht, was wir uns erarbeitet haben. Sie haben verdient gewonnen. Das Spiel zeigt den Charakter der Mannschaft. Die Jungs sind hier \u00fcber sich hinaus gewachsen, sie haben Unglaubliches geschafft. Und es ist ja noch nicht vorbei. Jetzt sollen sie ein bisschen feiern, ich gebe ihnen auch ein Bier aus. Dann haben wir zwei Tage, dann kommt Russland.\u201c<\/p>\n<p>In der Heimat h\u00f6rt sich das abends als Top-Meldung der \u201eTagesschau\u201c so an:<\/p>\n<p>\u201eZum ersten Mal in der Geschichte der Olympischen Winterspiele hat die deutsche Eishockey-Mannschaft ein Finale erreicht.\u201c<\/p>\n<p>Uff!<\/p>\n<p>Der Boss des deutschen Eishockey hei\u00dft Franz Reindl und ist ein alter Fahrensmann seines Sports. Hat selbst \u2013 was war das damals f\u00fcr eine Sensation! \u2013 in Innsbruck mit der Nationalmannschaft Bronze gewonnen. Das war 1976. Seither hatten die Deutschen nichts mehr in der Weltspitze zu suchen.<\/p>\n<p>Nun darf Reindl schw\u00e4rmen: \u201eMarco Sturm hat die deutschen Tugenden wie Kampf, Einsatz, Leidenschaft und Wille nach vorne gestellt \u2013 das muss gepaart werden mit den technischen M\u00f6glichkeiten der Spieler, mit dem l\u00e4uferischen Verm\u00f6gen, das sie haben, und mit der Disziplin. Wenn ich schaue, wie wir fr\u00fcher gegen die Gro\u00dfen gespielt haben, immer mit ein bisschen mehr H\u00e4rte, dann haben wir auf der Strafbank gesessen und die Spiele verloren. Jetzt bleiben die Strafen im Rahmen.<\/p>\n<p>Wenn der Marco in die Kabine kommt und etwas sagt, dann glaubt man ihm das. Er hat keine hochwissenschaftliche Ansprache, er spricht die Sprache der Spieler. Es spricht auch Klartext, wenn ihm etwas nicht gef\u00e4llt \u2013 in einer direkten Art und Weise, aber mit einer positiven Botschaft. Er war als Spieler schlau, er wusste, wo er hingehen muss und wo er nicht hingehen muss. Er wusste, wann er Vollgas geben musste und wann 95 Prozent reichen. Sonst kommst du nicht auf \u00fcber 1000 NHL-Spiele, sonst bist du nach drei Jahren weg. Und Marco ist als Trainer genauso schlau.<\/p>\n<p>Er nimmt sich f\u00fcr jedes Fachgebiet einen Assistenzcoach. F\u00fcr Videoanalyse, f\u00fcr die Athletik, f\u00fcr die Spezialteams f\u00fcr \u00dcber- und Unterzahl und so weiter. Er \u00fcberwacht alles, er f\u00fchrt alles zusammen.\u201c<\/p>\n<p>Vor Olympia haben einige gel\u00e4chelt, wenn der Trainer der Deutschen unerm\u00fcdlich Optimismus kommunizierte. \u201eDas wird ein schwieriges Turnier, das wissen wir. Die Schweden und Finnen werden besser sein als wir. Norwegen und nat\u00fcrlich die Schweiz werden ebenfalls gut aufgestellt sein.<\/p>\n<p>Nach Olympia werden wir schlauer sein. Wir wollen uns genauso gut wie in den letzten Turnieren pr\u00e4sentieren und weiter steigern. Wenn wir das schaffen, dann werden das Ergebnis und der Erfolg gut sein. Wir werden uns nicht verstecken, in jedem Spiel Vollgas und alles geben und wollen jedes Spiel gewinnen.\u201c<\/p>\n<p>Er vertraue seinen \u201eJungs\u201c, hat er immer wieder erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>\u201eIch lege sehr viel Wert auf Disziplin, auf Genauigkeit, will aber auch am Ende Spa\u00df haben. Wir versuchen, mit einer guten Defensive, Stabilit\u00e4t und Disziplin mutig nach vorne zu spielen. Ich achte darauf, dass alle mitmachen. Wenn einer oder zwei anders spielen, haben wir ein Problem.\u201c<\/p>\n<p>Dann sind sie nach Korea gefahren und haben sich eine gute Zeit gemacht, die \u201eJungs\u201c und er.<\/p>\n<p>Gemach, meint er nach dem Halbfinale. Gemach, gemach. Sie ist noch nicht abgelaufen, die gute Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Helden III<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sind die Deutschen im Finale des Eishockeyturniers gegen die \u00fcberm\u00e4chtigen Russen nur \u201eKanonenfutter\u201c? Oder \u201eFallobst\u201c \u2013 so sagen die Boxer, wenn ein tapferer Underdog m\u00e4chtig Dresche bekommt. Wie schlimm wird die Klatsche sein? \u201eWas f\u00fcr ein Schmarrn!\u201c sagen die Athleten, \u201ewir spielen um den Sieg.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>VORSPIEL<\/strong><\/p>\n<p>Um kurz vor elf steigen die deutschen Spieler, ihre Trainer und Betreuer aus dem Bus. Sie federn die Stufen runter und schlendern zum Hintereingang der Gangneung Arena. Ein Fernsehteam filmt, eine Handvoll Fans hat sich hierher durchgeschlagen.<\/p>\n<p>Die Helden der Nation sehen gut aus. Nach dem Aufw\u00e4rmen im Mannschaftsquartier haben sie sich noch einmal frisch gemacht. Elegant bewegen sie sich in ihren roten Jacken und den grauen Trainingshosen. Junge, unternehmungslustige M\u00e4nner, verwegen, rebellisch, von charmanter Wildheit \u2013 ein bisschen wie James Dean in \u201eDenn sie wissen nicht, was sie tun\u201c.<\/p>\n<p>Auch die Russen kommen. Sie entsteigen dem Pullman mit der Wichtigkeit von Terminatoren. Sakko und Binder unter dem roten Anorak, dazu eine rote M\u00fctze. Sie haben schlechte Laune, scheint\u2019s.<\/p>\n<p>Dabei ist bislang alles easy gewesen im Turnier f\u00fcr die \u201eOlympischen Athleten aus Russland\u201c. 23:6 Tore, demoralisierte Gegner, gro\u00dfe \u00dcberlegenheit \u2013 so ist das gewesen. Einer der obersten Eishockey-Funktion\u00e4re der Nation hat den Marschbefehl ausgegeben. Wladislaw Tretjak, der mal der beste Torh\u00fcter der Welt gewesen ist, hat gefordert: \u201eDas ist eine sehr gro\u00dfe Mission f\u00fcr uns. Wir haben \u00fcber hundert Spieler angesehen, jetzt m\u00fcssen die Ausgew\u00e4hlten zeigen, dass sie das Vertrauen wert sind.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr vier Wochen hat die erste Russische Liga den Laden dicht gemacht, damit sich die Spieler aufs Gold-Abholen vorbereiten konnten. Jetzt werden sie im Finale die Mission abschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Gegner sind nur die Deutschen. Die verputzt ein Eishockey-Russ\u2018 schon zum Fr\u00fchst\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Germanen haben sich nicht mal richtig vorbereitet. Eine Woche Trainingslager, ein Testspiel \u2013 das war\u2019s.<\/p>\n<p>Unbek\u00fcmmert legen die deutschen Spieler ihre R\u00fcstungen an. Eine Sensation, dass sie jetzt in der Kabine hocken und sich aufs Endspiel einstimmen d\u00fcrfen. Noch nie ist eine deutsche Mannschaft im Endspiel gewesen.<\/p>\n<p>Sie sind euphorisch, weil sie es so weit gebracht haben. War ein harter Weg. Misslungener Start beim 2:5 gegen Finnland \u2013 die haben 20Mal aufs Tor geschossen und f\u00fcnf Buden gemacht. \u00a0\u00a0&#8212;\u00a0\u00a0 Dann Schweden. Die schie\u00dfen ein fr\u00fches Tor, mehr geht nicht.\u00a0\u00a0 &#8212;\u00a0\u00a0 \u00a0Der erste Sieg, 2:1 gegen Norwegen\u00a0\u00a0\u00a0 &#8212;\u00a0\u00a0 Der zweite Sieg, gegen Schweden, den Weltmeister. Zweimal Zwei-Tore-F\u00fchrung. Die Kr\u00e4fte schwinden. Nachspielzeit. Reimer stochert den Puck ins Netz. Videobeweis. Weiter\u00a0\u00a0\u00a0 &#8212;\u00a0\u00a0 \u00a0Dritter Sieg, im Halbfinale gegen Kanada: Gro\u00dfer Kampf, gro\u00dfes Zittern. 3:0, 4:1, 4:3.<\/p>\n<p>Jetzt das Endspiel. Die Russen haben einen Spitznamen in Korea: \u201eRed Machine\u201c.<\/p>\n<p>Die Eismaschinen verlassen die glatte Fl\u00e4che. Die Gladiatoren d\u00fcrfen rein.<\/p>\n<p><strong>ERSTES DRITTEL<\/strong><\/p>\n<p>Trainer Marco Sturm lacht noch einmal, dann geht es los.<\/p>\n<p>Nach 15 Sekunden Strafzeit gegen die Russen. Das tut gut. Dann schie\u00dfen die nicht gleich das erste Tor.<\/p>\n<p>Auch als beide Teams komplett sind, wogt es hin und her. Die M\u00e4nner auf dem Eis k\u00e4mpfen um jeden Puck, ohne Wenn und Aber. Die Russen k\u00f6nnen ihr schnelles Vordringen ins Drittel des Gegners nicht aufbauen. Das tun sie gerne, denn wenn sie lang genug Druck machen, f\u00e4llt das Tor zwangsl\u00e4ufig.<\/p>\n<p>Aber diese Deutschen sind bockig. Sie stochern und w\u00fchlen in den Ecken, sie sind immer da, keinen Respekt haben sie. Und wenn denn mal ein Russe aufs Tor schie\u00dft, steht dort dieser Danny aus den Birken und kascht sich den Puck.<\/p>\n<p>Bis zur 20. Minute bekommt er elf Sch\u00fcsse, elfmal h\u00e4lt er.<\/p>\n<p>Noch einmal st\u00fcrmen die Russen. Das kann doch nicht wahr sein \u2013 man geht doch nicht mit einem 0:0 gegen die kleinen Deutschen in die Pause.<\/p>\n<p>Noch eine halbe Sekunde, Voinov schie\u00dft ein letztes Mal. Er ist ein Schlawiner und ein Outlaw &#8211; hat schon mal wegen fehlender Disziplin im normalen Leben gesessen.<\/p>\n<p>Er trifft. Dann ist Pause<\/p>\n<p><strong>Zweites Drittel.<\/strong><\/p>\n<p>Die Russen haben sich auf Danny aus den Birken vorbereitet. Sie beschie\u00dfen ihn halbhoch, weil er mit den Schonern auf dem Eis perfekt ist. Also versuchen sie es gar nicht mit Flachsch\u00fcssen, sie wollen ihn in H\u00f6he des Gesichts passieren.<\/p>\n<p>Aber das sind nicht die Russen aus den bisherigen Spielen. Sie st\u00fcrmen nicht bedingungslos, der Angriffs-Zunami bleibt aus. Sie warten ab, lassen die Deutschen kommen.<\/p>\n<p>Einmal kurvt einer eine halbe Minute ums Tor von Danny aus den Birken, ohne einen Abschluss oder einen Pass zu wagen. Es ist fein anzusehen, wie wundervoll der Mann Schlittschuh l\u00e4uft \u2013 aber er erreicht nichts.<\/p>\n<p>Irgendwann klaut ihm ein Deutscher den Puck von der Kelle.<\/p>\n<p>Minute elf. Konter, steil auf Sch\u00fctz, der passt von rechts in die Mitte, wo Hager den russischen Goalie st\u00f6rt. Der Torwart lenkt die Scheibe ins Tor. Die Russen wollen es nicht glauben, fordern den Videobeweis.<\/p>\n<p>Der Schiedsrichter schaut genau hin. F\u00e4hrt zur\u00fcck aufs Eis und sagt:<\/p>\n<p>\u201eThere is no kicking action. It\u2019s a good goal.\u201c<\/p>\n<p>1:1.<\/p>\n<p>Gleich drauf eine Strafzeit gegen Reimer. Er hat gehakt.<\/p>\n<p>So verspielt man, was man aufgebaut hat.<\/p>\n<p>Nicht Marco Sturms \u201eJungs\u201c. Sie stemmen sich gegen die kreiselnden Russen, sie lupfen den Puck aus der Gefahrenzone, sie schlagen ihn weg, sie schlenzen ihn in Richtung Russen-Tor<\/p>\n<p>Noch vier Minuten. Die Deutschen dr\u00fccken und schie\u00dfen, warten auf Abstauber. Die Russen kontern.<\/p>\n<p>Wieder rutscht einer, es ist Reimer, \u00fcbers Eis und blockt mit seinem K\u00f6rper einen Schlagschuss. Der Verteidiger kommt auf die Beine, etwas sp\u00e4ter ruht der Puck vor einem Bully. Aus den Birken hat endlich Gelegenheit, sich bei seinem Spezl zu bedanken. Er bedankt sich immer.<\/p>\n<p>Das Drittel ist zu Ende. Es steht unentschieden.<\/p>\n<p>Die deutschen Fernsehleute bauen eine Schalte in die Heimat auf. Der Moderator redet mit Eishockey Legende Alois Schloder. Der schaut das Spiel daheim in Landshut mit Freunden.<\/p>\n<p>\u201eI bin heit um hoibe zwoa aufgstandn, nachad hob i mir denkt: Wann stehst\u2018n Du so friah auf, Alois? Bei da Mondlandung war des, wenn da Muhammad Ali k\u00e4mpft hat \u2013 und jetzad, wo de Buam spuin. Ein Wahnsinn is des.\u201c<\/p>\n<p>Die vom Fernsehen schalten nach Berlin zum Public Viewing. Der Spencer hat \u201ekeene Stimme mehr. Der Herr Schloder hat et schon jesacht. Et jibt nich viele Augenblicke, die man erlebt haben muss. Mondlandung, da war ick noch nich jeborn, Ali is mir schnurz. Aber Eishockey heute: Wer dit nich jesehn hat, den bestraft et Leben.\u201c<\/p>\n<p><strong>Letztes Drittel<\/strong><\/p>\n<p>Erste Chance nach einer Minute f\u00fcr Deutschland.<\/p>\n<p>2:1. Nikita Gusev aus Sankt Petersburg, ein Mann mit tollen H\u00e4nden, hat geschlenzt. Die Deutschen am Boden. Das war\u2019s.<\/p>\n<p>Oder?<\/p>\n<p>Bully. Angriff, zehn Sekunden nach der russischen F\u00fchrung. Kahun. 2:2<\/p>\n<p>Dann Jonas M\u00fcller, drei Minuten sind noch zu spielen. Der Youngster bekommt den Puck links vor dem russischen Tor. Er wartet, wartet, wartet. Zieht ab, unten durch die russischen Torwart-Schoner. 3:2. Jetzt gibt es obendrein eine Strafzeit f\u00fcr Kalinin.<\/p>\n<p>Das ist Gold.<\/p>\n<p>Oder?<\/p>\n<p>55 Sekunden vor dem Ende k\u00e4mpft Gussev links vom deutschen Tor. Es ist ein Get\u00fcmmel. Gussev streckt sich und schl\u00e4gt blindlings in Richtung Tor, der Puck fliegt \u00fcber die Schulter von Danny aus den Birken.<\/p>\n<p>3:3.<\/p>\n<p>Der Alois wird zugeschaltet: \u201eEin Volleyschlag wia beim Golf \u2013 und dann is der drinna, des geht doch net. De schiassn auf de Maske vom Danny, und der geht nei, des ist doch der Wahnsinn.<\/p>\n<p>A Traum und a Alptraum.<\/p>\n<p>Was soll der Trainer jetzad dene Buam sagn? Des is ja furchtbar. I woa\u00df aa net. Ah, geht\u2019s zua, Burschn! Weita! Weita! Weita!\u201c<\/p>\n<p>Spencer kr\u00e4chzt in Berlin: \u201eEmotion pur. Wir zwingen de Russn in de Verl\u00e4ngerung um Gold. Hey Mann, da kriechste Fieber. Oder Tollwut oder wat.\u201c<\/p>\n<p><strong>OVERTIME<\/strong><\/p>\n<p>Das Eis ist wieder glatt. 15.42 Uhr.<\/p>\n<p>Vier gegen Vier. Die Russen sind technisch besser. Versierter. Erfahrener. Russischer.<\/p>\n<p>Noch dreizehneinhalb Minuten. Kowaltschuk ist durch, Danny aus den Birken blockt den Unhaltbaren mit dem linken Schoner.<\/p>\n<p>Dann:<\/p>\n<p>Die dritte Strafzeit f\u00fcr die Deutschen Reimer.<\/p>\n<p>Hoher Stock.<\/p>\n<p>Vier Russen gegen drei Deutsche.<\/p>\n<p>Sie passen von links nach recht, diagonal, nach links, nach rechts. Gussev. Oinov. Gussev. R\u00fcber zu Kaprizov.<\/p>\n<p>Schlagschuss.<\/p>\n<p>Tor.<\/p>\n<p>Man schreibt die 70. Minute.<\/p>\n<p><strong>NACHSPIEL<\/strong><\/p>\n<p>Die Russen bekommen die Olympische Hymne. Da pfeifen sie drauf. Aus vollem Hals und mit einem erleichterten Lachen br\u00fcllen sie \u201e<em>Einen weiten Raum f\u00fcr Tr\u00e4ume und f\u00fcrs Leben<\/em><em> \/ Er\u00f6ffnen uns die kommenden Jahre. \/ Kraft gibt uns unsere Treue zur\u00a0Heimat. \/ So war es, so ist es und so wird es immer sein.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Sie sind sehr m\u00fcde und sehr stolz. Und voller Respekt f\u00fcr die kleinen Deutschen.<\/p>\n<p>Die berappeln sich nach zehn Minuten der Trauer. Betrachten stolz ihre Silbermedaille. Freuen sich, dass ihr Christian Ehrhoff nach dem Tr\u00e4nen-Trocknen die deutsche Fahne bei der Schlussfeier tragen darf.<\/p>\n<p>Und sie freuen sich aufs Deutsche Haus. Das ist n\u00e4mlich nicht wie geplant schon geschlossen. Wegen der Bobfahrer, der Langl\u00e4uferinnen und der Eis-Helden steht am Abend noch eine gro\u00dfe Sause an.<\/p>\n<p>Und eines ist sicher: Ins Quartier wollen die Helden nicht. Sie werden direkt von der Feier zum Flieger fahren. Drunter machen sie es nicht bei ihrer Sieger-Feier.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SPREEMANNSGARN 4 \u00a0 \u00a0 &#8212;&#8211; \u00a0 \u00a0\u00a0 Hans Krohn hat viel getr\u00e4umt in diesen Tagen. M\u00e4nnertr\u00e4ume. Vor dem Fernsehapparat hat er gesessen und die Welt verm\u00f6belt. So wie damals in Mittenwald, als er sogar mal den Reindl von Riessersee aus den Schuhen gehauen hat. Der Reindl ist jetzt in Korea und Pr\u00e4sident der Eishockeyspieler. 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