{"id":2279,"date":"2016-02-19T12:20:14","date_gmt":"2016-02-19T12:20:14","guid":{"rendered":"http:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/?p=2279"},"modified":"2016-02-19T12:26:20","modified_gmt":"2016-02-19T12:26:20","slug":"traumhaus-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/traumhaus-ii\/","title":{"rendered":"TRAUMHAUS II"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>berlin, 17. februar 2016<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die J\u00fcdische Gemeinde in Berlin war schnell \u00fcberzeugt. Der Dialog mit den Islamisten kam nach z\u00e4hem Beginn erst in Gang, als die \u201eHous-of-One\u201c-Initiatoren das Forum f\u00fcr Interkulturellen Dialog (FID) auftaten, das allerdings nur eine Minderheit der t\u00fcrkischen Muslime vertritt. Der Verein geh\u00f6rt zur Bewegung des t\u00fcrkischen Predigers Fethullah G\u00fclen, der von den USA aus ein weltweit wachsendes Netzwerk von Schulen und Universit\u00e4ten unterh\u00e4lt und von Premierminister Erdogan gerade zum Hauptfeind der T\u00fcrkei erkl\u00e4rt wurde. G\u00fclen wirbt f\u00fcr den Dialog mit anderen Religionen und f\u00fcr die Vers\u00f6hnung von Religion und Moderne. Das kommt vor allem bei jungen M\u00e4nnern und Frauen an, die gesellschaftlich aufsteigen wollen. Die meisten Mitglieder des FID haben einen Hochschulabschluss.<\/p>\n<p>Vertreter der drei Religionen hatten sich gefunden, die Idee ist \u00fcberzeugend. 2012 wird der Architekten-Wettbewerb ausgeschrieben:<\/p>\n<p>\u201eEs geht um ein gegenseitiges \u201aredliches Kennenlernen\u2019, das Differenzen nicht u\u0308berspielt, um neue Formen der Gemeinschaft in vielen mo\u0308glichen Facetten, aber auch um ein Forum des Erinnerns an den Umgang der Religionen miteinander in der Geschichte dieser Stadt und des Landes. Tra\u0308ger des Projekts sind die Ju\u0308dische Gemeinde Berlin, das Forum fu\u0308r Interkulturellen Dialog, die Evangelische Kirchengemeinde St. Petri \u2013 St. Marien und das Land Berlin den Verein \u201eBet- und Lehrhaus Petriplatz Berlin e.V.\u201c.<\/p>\n<p>Roland Stolte, kaufm\u00e4nnischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und theologischer Referent der Sankt-Petri-Gemeinde Berlin, erinnert sich an die spannenden Erfahrungen. 220 Bewerber aus der ganzen Welt, 40 B\u00fcros in der engeren Wahl \u2013 und der Sieger kommt aus Berlin. Es sind die jungen St\u00e4dtebauer von K\u00fchn Malvezzi, die mit ihrem Entwurf am meisten \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Drei Bet-R\u00e4ume in einem Haus \u2013 das ist schlie\u00dflich eine Herausforderung. Moschee und Synagoge m\u00fcssen nach Osten ausgerichtet sein. Muslime ben\u00f6tigen einen quadratischen Raum, damit m\u00f6glichst viele Schulter an Schulter beten k\u00f6nnen. Die Juden brauchen Platz auf dem Dach, f\u00fcr die H\u00fctte beim Laubh\u00fcttenfest. Nach au\u00dfen soll sich das Geb\u00e4ude nicht wie einer der vielen anderen Kirchen der Stadt pr\u00e4sentieren\u2026<\/p>\n<p>Nun steht er also seit zwei Jahren, der Entwurf. Millionen Mal ist er schon im Internet angeklickt und auf Apps geladen worden. Die Unterst\u00fctzer werden mehr und mehr.<\/p>\n<p>Und trotzdem wird noch nicht gebaut.<\/p>\n<p style=\"text-align: right\"><strong>Morgen: Warum?<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>berlin, 17. februar 2016 Die J\u00fcdische Gemeinde in Berlin war schnell \u00fcberzeugt. Der Dialog mit den Islamisten kam nach z\u00e4hem Beginn erst in Gang, als die \u201eHous-of-One\u201c-Initiatoren das Forum f\u00fcr Interkulturellen Dialog (FID) auftaten, das allerdings nur eine Minderheit der t\u00fcrkischen Muslime vertritt. Der Verein geh\u00f6rt zur Bewegung des t\u00fcrkischen Predigers Fethullah G\u00fclen, der von [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":2262,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2279","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized","has-post-title","has-post-date","has-post-category","has-post-tag","has-post-comment","has-post-author",""],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2279"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2279\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2280,"href":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2279\/revisions\/2280"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2262"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}