{"id":2098,"date":"2015-09-05T16:37:07","date_gmt":"2015-09-05T16:37:07","guid":{"rendered":"http:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/?p=2098"},"modified":"2015-09-05T16:37:07","modified_gmt":"2015-09-05T16:37:07","slug":"mike","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vettensjournal.de\/klassischer-journalismus\/mike\/","title":{"rendered":"MIKE"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center\"><em><strong>sommer zwanzichfuffzehn XXXVIII<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Sabrina freute sich. Samstag. Es war ein Sturm aufgekommen, und auf dem Markt hatten sie den Stand vor der Zeit dicht gemacht. Sabrina kam ins Hotel, klitschnass von einem Regenschauer und vergn\u00fcgt wie ein kleines M\u00e4dchen. Der Mann an der Rezeption verga\u00df seine schlechte Laune. Er musste jedesmal, wenn er diese Frau sah, l\u00e4cheln. Seiner Alten w\u00fcrde das nicht gefallen &#8211; egal: sein Geheimnis. Nach mehr Fremdgehen war ihm gar nicht.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sabrina klopfte anstandshalber, \u00f6ffnete gleich darauf die T\u00fcr. Hans lag auf dem Bett und las. <\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8220;Du? Was&#8230;?&#8221;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8220;Es ist so schlechtes Wetter. Wir haben Abend gemacht.&#8221;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8220;Feierabend, meinst Du.&#8221;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8220;Ja, genau. Feierabend.&#8221;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8220;Dann lass und feiern. Was wollen wir machen?&#8221;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8220;Wir bleiben im Zimmer. Ich habe sch\u00f6ne Sachen dabei.&#8221;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Graues schweres Gew\u00f6lk schob sich \u00fcber die Stadt. Sturmb\u00f6en zerrten an den im Hafen vert\u00e4uten Booten und r\u00fcttelten an Fensterl\u00e4den. Aus dem Radio kam Schubert. Sie liebten sich langsam, ohne Hast. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Danach schnitt er Salami in sehr d\u00fcnne Scheiben. Sch\u00f6n mache er das, sagte sie l\u00e4chelnd, legte ihm einen Schnitz Pfirisich auf die Zunge. Der Ros\u00e9 schmeckt nach Himbeeren und hatte ein wenig Kohlens\u00e4ure. Sabrina sagte, sie habe viel an die Geschichte dieser Romina denken m\u00fcssen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8220;Du hast gesagt, dass ein Mann sie kaputt gemacht hat.&#8221;<\/strong><\/p>\n<p><strong>&#8220;Ja&#8221;, sagte Hans.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mike hie\u00df der Typ.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong><em><u>Mike:<\/u><\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Blond.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Einsf\u00fcnfundachtzig.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Malibu-gebr\u00e4unt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Strahle-Gebiss, Wolfsz\u00e4hne, Eroberer-L\u00e4cheln.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Ein Cowboy.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Ein Smoking-Kavalier.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Ein Sport-Ass.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Ein Sieger.<\/p>\n<p>Mike flog alles zu. Er hatte nie M\u00fche. Mike wurde nie laut, er gewann die Menschen durch seinen Charme.<\/p>\n<p>Er tanzte mit einer gro\u00dfen Leichtigkeit. Romina gab sich seinen Armen hin und schauderte, wenn er ihr ins Ohr hauchte. Mike musste sich nicht anstrengen \u2013 sie verfiel ihm an einem Abend.<\/p>\n<p>Las Vegas, die Lichter, das breite Bett, der Champagner, Musik von Sinatra, Mikes Geruch nach Mann und edlem Duftwasser, seine Erektion (gro\u00df, leicht gebogen, sehr hart).<\/p>\n<p>Das Kuscheln danach an seiner behaarten Brust. Immer noch die Lichter von Las Vegas; Lichter, die sie nie vergessen w\u00fcrde. Seine H\u00e4nde, die \u00fcber ihre Haare strichen. Die Lust-G\u00e4nsehaut.<\/p>\n<p>Der erste Schluck Champagner, im Er-hat-mich-so-sch\u00f6n-gefickt-Gef\u00fchl.<\/p>\n<p>Das war\u2019s!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Udo Krawittke, abgemeldet. In den Staaten realisierte er das noch nicht. Er sah Romina nicht mehr oft, aber so schlimm war das nicht. Es gab viel zu sehen und zu lernen. Tags\u00fcber wanderte er durch Vegas und versuchte, mit dem Neuen fertig zu werden. Trieb sich stundenlang in Superm\u00e4rkten herum und staunte \u00fcber das Ami-Wirtschaftswunder. Ab und zu machte er einen Tagesausflug &#8211; Disney Land in Anaheim, Hoover Dam, Lake Mead, Valley of Fire. Anstrengend, das alles \u2013 aber mal was ganz Anderes f\u00fcr \u2019nen alten Spandauer.<\/p>\n<p>Abends stieg er in den Smoking, bezog an einem der vorderen Tischen im \u201eDunes\u201c, bestellte ein Glas Champagner und Steak mit Pommes. Er berauschte sich an Rominas Auftritt, im Kopf summte es bei jedem Song mit. Nach dem Auftritt fragte ihn Mike, ob er noch mit wolle, man gehe zu dieser oder jener Feier, man wolle einfach ziellos um die H\u00e4user ziehen. Udo \u00fcberlegte kurz, sagte dann, er gehe lieber ins Bett, er sei m\u00fcde.<\/p>\n<p>Romina und ihre neuen Freunde verschwanden in der Nacht. Am n\u00e4chsten Nachmittag w\u00fcrde man sich wieder sehen. Romina hatte sich angew\u00f6hnt, bis nach dem Lunch zu pennen. Sie brauchte den Schlaf \u2013 f\u00fcr den Teint und so.<\/p>\n<p>Dass ihm die Schwester abhanden gekommen war, erkannte Udo erst, nachdem sie nach Deutschland zur\u00fcckgekehrt waren. Da war alles pl\u00f6tzlich ganz anders als fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Da hatte der Absturz schon begonnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong><em>Mike:<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Blond.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Einsf\u00fcnfundachtzig.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Las-Vegas-Pool-gebr\u00e4unt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">KadeWe-Gro\u00dfkunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Hemden mit Pinguin-Kr\u00e4gen aus \u201eNorberts Boutique\u201c in der Bleibtreustra\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Bally und sonst nix an den F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Der Mann f\u00fcr jede Premiere.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Mike schmiss die Runden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Mike v\u00f6gelte Romina das Hirn aus dem Kopf.<\/p>\n<p>Er beschiss sie, und sie konnte sich nicht wehren. Er packte sein Portefeuille voll mit ihrem Geld, lie\u00df sich in die City chauffieren. \u201eSie brauchen nicht zu warten\u201c, sagte er zum Fahrer. Der tippte mit dem Finger an die Schirmm\u00fctze, l\u00e4chelte komplizenhaft und freute sich \u00fcber den Feierabend. Mike stieg aus, enterte die erste Bar der Nacht und er\u00f6ffnete die Jagd.<\/p>\n<p>Er machte immer Beute. Dann lie\u00df er sich das Hirn aus dem Kopf ficken.<\/p>\n<p>Er wusste, dass unterdessen Romina im Keller Filme guckte und verheulte Augen hatte. Interessierte nicht \u2013 wenn er, nach fremder Frau riechend, heimkehrte, duschte er, nahm Romina in den Arm und redete sie gef\u00fcgig.<\/p>\n<p>Er f\u00fchrte den Hund aus und k\u00fcmmerte sich ab und zu ums Fr\u00fchst\u00fcck. Das Spiegelei \u2013 das sie eigentlich nur well easy overdone mochte \u2013 briet er nach Lust und Laune. Und sie war dankbar.<\/p>\n<p>Sie nahm seine Eier \u2013 pardon \u2013 immer gern und dankbar.<\/p>\n<p>Mike hatte Visionen. Er wollte ein Label gr\u00fcnden, er wollte im Fernsehen einsteigen, er wollte eine Modemarke f\u00fcr die Welt erfinden, er wollte Abermillionen mit Immobilien scheffeln.<\/p>\n<p>Er brauchte B\u00fcros und H\u00e4user und Autos. Er brauchte und brauchte und investierte und investierte.<\/p>\n<p>Er hatte Bankvollmacht.<\/p>\n<p>\u201eSing\u201c, sagte er, \u201eBaby, sing. Den Rest mache ich. Bald musst Du nicht mehr auftreten. Dann sitzen wir abends am Kamin, und oben schlafen die Kinder.\u201c<\/p>\n<p>Er h\u00e4ngte die n\u00e4chste Goldene Schallplatte ins Treppenhaus.<\/p>\n<p>Er l\u00e4chelte \u00fcberlegen, als die Herren von der Bank mahnten, man solle das Gl\u00fcck nicht strapazieren.<\/p>\n<p>Er brachte Romina bei, wie man trinkt, bis man vergisst.<\/p>\n<p>Er f\u00e4delte Intrigen ein. In der Branche sagten sie, von Romina und ihrem Manager solle man besser die Finger lassen. Die Engagements blieben aus, die Plattenfirma kappte den Vertrag, im Fernsehen wollten sie Romina nicht mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Mike h\u00f6rte auf zu l\u00e4cheln.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Hartes Gesicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Kein Fr\u00fchst\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Keine Eier.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Auszug aus der Villa.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Dann war der Mann weg.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Sie ein Wrack. Die Zukunft hatte sie hinter sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">Die M\u00e4nner auch.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong><em>Nie mehr ein Mike!\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Ohnm\u00e4chtig sah Udo, wie sein und das Leben seiner Schwester den Bach runter gingen. Dieser Mike z\u00fcndete seine Davidoffs mit Tausendern an, sozusagen. Der feierte jeden wirtschaftlichen Crash mit Dom Perignon. Der lie\u00df sich einen roten Teppich ausrollen, wenn er zum Schei\u00dfen stolzierte. Der brauchte nicht mal Pfandh\u00e4user beim Insolvieren, lieber begl\u00fcckte er mit seinen Bad Deals die Banker, die Rominas Verm\u00f6gen nach und nach einkassierten.<\/p>\n<p>Die H\u00e4user, die Autos, die Konten \u2013 alles machte Mike in erstaunlicher Geschwindigkeit platt. Es dauerte drei Singles, dann war Romina pleite. Der Tag, an dem sie zur Besprechung der Kontenlage bestellt war, begann damit, dass die S\u00e4ngerin dem Mann ihres Lebens im Vestib\u00fcl begegnete.<\/p>\n<p>Mike stellte die beiden Koffer ab, sah sie an \u2013 von oben nach unten, absch\u00e4tzend, absch\u00e4tzig \u2013 und sagte leise: \u201eIch gehe. Das hat hier keinen Sinn mehr.\u201c Er nahm die Koffer und war durch die T\u00fcr. Drau\u00dfen wartete ein Taxi.<\/p>\n<p>Romina blickte dem Wagen nach, der \u00fcber den Kies zum Tor rollte. Die S\u00e4ngerin konnte sich nicht bewegen. Sie hatte das Gef\u00fchl, sie w\u00fcrde sich nie mehr r\u00fchren k\u00f6nnen. Hinter ihr stand Udo und sah seiner Schwester beim Altern und Ungl\u00fccklich-Werden zu.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter am Vormittag erkl\u00e4rte der Mann von der Bank, dass man beim besten Willen nichts mehr f\u00fcr Romina tun k\u00f6nne. Es tue ihm so Leid, zumal seine Frau und er Romina und ihre Lieder derma\u00dfen lieben w\u00fcrden. Aber es h\u00fclfe nicht: Ihre Konten seien \u00fcber Geb\u00fchr belastet. Man habe da einen Vorschlag, das verbliebene Haus betreffend:<\/p>\n<p>\u2026<\/p>\n<p>So wurde Romina den letzten Besitz los.<\/p>\n<p>Die Auftr\u00e4ge waren rar geworden. Mike hatte mit seinem Gehabe und seinen Intrigen Romina unm\u00f6glich gemacht. Niemand wollte noch etwas von ihr.<\/p>\n<p>Udo und seine Schwester zogen um. Vom Grunewald in ein H\u00e4uschen nach Spandau, sp\u00e4ter nahm sich jeder eine kleine Wohnung.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Romina musste tingeln. Er\u00f6ffnung eines M\u00f6belhauses, Unterhaltungskanone bei einer Betriebsfeier, Interpretin des Geburtstagsst\u00e4ndchens f\u00fcr einen Industriellen, Heile-Welt-Botschafterin tief in der Provinz.<\/p>\n<p>Die Gagen waren besch\u00e4mend, das Publikum undankbar, die Hotels j\u00e4mmerlich. Rominas Leben: ein Graus.<\/p>\n<p>Sie nahm mehr Tabletten, als sie je genommen hatte.<\/p>\n<p>Aber sie \u00fcberlebte. Romina hatte mit den M\u00e4nnern und den Gef\u00fchlen abgeschlossen. Aber sie hoffte. Wusste nicht worauf, dennoch\u2026<\/p>\n<p>Die Fans von fr\u00fcher waren ihre Rettung. Die wollten immer noch etwas von dem Star, der aus der Fabrik gekommen war, h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Romina kam wieder auf die Beine. Dass sie nach dem Konzert, nach der Aufnahme der neuen Platte, nach dem Auftritt in der ZDF-Hitparade die T\u00fcr hinter sich schloss, die Rolll\u00e4den runter lie\u00df, sich im dunklen Zimmer die alten Filme ansah und aufs Wirken der Tabletten wartete, wusste nur Udo.<\/p>\n<p>\u201eDu solltest wieder eine Kur machen\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Seine Schwester guckte ihn an, sie hatte schwere Lider und ein verquollenes Gesicht, sie war keine Sch\u00f6nheit mehr.<\/p>\n<p>\u201eMeinst Du? Naja.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWei\u00dfte noch, damals? Das war hart, am Anfang. Aber es hat Dir so gut getan.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJaja\u201c, sagte sie. Mehr nicht<\/p>\n<p>Sie einigten sich, dass sie nach den n\u00e4chsten Konzerten eine Auszeit nehmen w\u00fcrde. \u201eDavor lasse ich mich aber mal untersuchen. Irgendwie bin ich schlapp in der letzten Zeit.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas machste.\u201c<\/p>\n<p>Udo begleitete sie zum Arzt. Der stellte Krebs fest. Endstadium. Zwei Monate sp\u00e4ter starb Romina, es war ein heiterer sonnendurchfluteter Morgen.<\/p>\n<p>Gro\u00dfes Begr\u00e4bnis, viele Berliner, viele Stars. Udo, fassungslos und vierschr\u00f6tig, mit einem Sch\u00e4ufelchen Sand, blickte auf den Sarg unter ihm. Kippte den Sand ins Grab. Hilflos l\u00e4chelnd lie\u00df er die Kondolierenden an sich vorbei ziehen.<\/p>\n<p>Er fiel in ein gro\u00dfes Schweigen. Beim Arbeitsamt machten sie ihm, der schon gut \u00fcber die 50 war, keine Hoffnung. Viel St\u00fctze gab es nicht, eigentlich war es nicht der Rede wert. Eine Weile konnte er sein kleines Appartement im neunten Stock eines herunter gekommenen Hochhauses noch halten, dann musste er auch da ausziehen.<\/p>\n<p>Udo Krawittke landete auf der Stra\u00dfe. Seine kleine Habe (der gute Computer, ein Fernseher, noch ein paar Kleinigkeiten) durfte er auf dem Gel\u00e4nde eines Bauunternehmers \u2013 eines gro\u00dfen Verehrers von Romina \u2013 unterstellen. Krawittke selbst lie\u00df sich gehen, \u00fcbernachtete bei neuen Bekannten auf einer Bank am Spreeufer. Er stank, starrte stundenlang auf ein Foto seiner Schwester, das er immer bei sich trug: Romina, in Las Vegas, im Paillettenkleid, mit diesem ber\u00fcckenden L\u00e4cheln.<\/p>\n<p>Es wurde Winter an der Spree. Das hielt Krawittke nicht aus. Er war nicht wie diese Frau, die erkl\u00e4rt hatte, sie w\u00fcrde nie mehr unter einem Dach schlafen, sie br\u00e4uchte ihre Freiheit. Oder wie dieser Dragan. Dem schien K\u00e4lte nichts auszumachen. Er trank seinen Fusel, verschwand im Schlafsack (man sah nicht mal mehr seinen Haarschopf) und pennte bis zum n\u00e4chsten Morgen.<\/p>\n<p>Nein, daf\u00fcr war Udo Krawittke \u2013 ein gro\u00dfer Mann, aber eben dann doch eher ein Weichling \u2013 nicht gemacht.<\/p>\n<p>Das Ende war in Sicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>sommer zwanzichfuffzehn XXXVIII Sabrina freute sich. Samstag. 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